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Kurkuma

Die Pflanze Kurkuma (Curcuma longa) ist im deutschsprachigem Raum auch unter dem Namen Gelbwurz bekannt. Sie wird neben ihrem Nutzen als Gewürz und günstiges, natürliches Färbemittel auch als Heilpflanze genutzt.


Curcuma longa

Systematik


 

Ordnung: Zingiberales (Ingwerartige)

 Familie:

 Zingiberaceae (Ingwergewächse)

Unterfamilie:

Zingiberoideae

Tribus:

Zingibereae

Gattung:

Curcuma

Art:

Curcuma longa (Kurkuma)

Wirkstoffe

Ätherische Öle

Kurkuma enthält 5% bis 7% ätherische Öle, die unter anderem antibakteriell und entzündungshemmend wirken.

Curcumin

Der wichtigste Inhaltsstoff der Wurzel ist sicherlich das Curcumin mit seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung. Der Farbstoff wird auch als Lebensmittelzusatz mit der Bezeichnung E100 verwendet. Da sich Curcumin auch künstlich herstellen lässt, wird aus der Bezeichnung allein nicht deutlich, ob es sich um einen künstlichen Zusatz oder natürliches, gesundes Curcumin handelt.

 

Da Curcumin nicht wasserlöslich ist, wird es zu einem Teil ungenutzt ausgeschieden, ehe es seine heilhelfende Wirkung abgeben kann. Eine höhere Bioverfügbarkeit wird z.B. durch das Erhitzen in Öl oder die Mischung mit schwarzem Pfeffer erreicht.

Magnesium

Mit über 190 Milligramm pro einhundert Gramm weißt Kurkuma einen relativ hohen Gehalt an Magnesium auf.

Vitamine

Kurkuma enthält Vitamin B6.


Heilhelfende Nutzung

Bereits seit mehreren tausend Jahren wird Kurkuma in Indien und Teilen Asiens als Heilpflanze geschätzt. In Deutschland ist sie offiziell seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts als pflanzliches Arzneimittel anerkannt. Ihr Nutzen ist, bezogen auf verschiedene Krankheitsbilder und Symptome, wissenschaftlich bewiesen und wird weiterhin erforscht. Nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen wirkt lediglich der in der Wurzel der Pflanze vorhandene gelbe Farbstoff Curcumin der Gesundheit förderlich. Dieses festigt unter anderem die Membranen der Körperzellen und erhöht somit deren Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern.

Krankheitsbilder und Symptome

Alzheimer

Da Curcumin die Blut-Hirn-Schranke durchdringen kann, nutzt es mit seiner antioxidativen Wirkung bei der Verzögerung von Alzheimer.

 

Arthritis

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Einnahme von Curcumin bei der Behandlung von Entzündungen und zur Schmerzlinderung ebenso effektiv ist, wie gängige chemische Entzündungshemmer - allerdings ohne deren Nebenwirkungen.[1]

 

Arthrose

Bei Patienten mit Knie-Arthrose konnte nachgewiesen werden, dass Curcumin entzündungshemmend wirkt. In Studien wurde ebenfalls belegt, dass Curcumin bei Entzündungen ebenso wirksam ist, wie gängige chemische Medikamente, wie Aspirin® und Ibuprofen®, allerdings ohne deren Nebenwirkungen.[2]

 

Diabetes mellitus

Da Curcumin unter anderem den Blutzuckerwert senkt, war bereits zu vermuten, dass es auch bei Diabetes-Erkrankungen hilfreich sein kann. In einer Studie, die im Jahr 2012 veröffentlicht wurde, wird zudem deutlich, dass es die Entstehung von Diabetes mellitus verhindern kann.

 

Fluoridvergiftung

Inzwischen ist bekannt, dass die Zugabe von chemischem Fluoriden in Trinkwasser und Zahnpasta zu diversen Schädigungen an Zähnen, Knochen, Nerven und Gehirn verursachen kann. Curcumin ist in der Lage, Fluoride im zentralen Nervensystem unschädlich zu machen und wirkt auch im Gehirn, da es die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Auf diese Weise unterstützt Curcumin die Ausleitung von Fluoriden.

 

Gallensteine

Durch die vermehrte Produktion von Gallenflüssigkeit, zurückzuführen auf Curcumin, bilden sich Gallensteine weniger schnell. Zusätzlich ist der Farbstoff in der Lage, bereits vorhandene Gallensteine aufzulösen.[3]

 

Hautprobleme und Hautalterung

Die Wirkstoffe des Curcumin unterstützen zum einen die Haut, wenn so zu Entzündungen, Pilzbefall und Ekzemen neigt, während sie auf der anderen Seite die Faltenbildung mindert. Auf diese Weise mindert Curcumin auch die Neubildung von Herpes-Viren.

 

Herzinfarkt

Dank seiner antioxidativen Wirkung und dem ebenfalls enthaltenen Vitamin B6 verhindert Kurkuma die Oxidation von Cholesterin.

 

Krebs

Durch seine positiven Wirkungen bei verschiedenen Krebsarten wird die Einnahme von Curcumin inzwischen als begleitende Krebstherapie empfohlen. So sorgen Einlagerungen in Krebszellen dafür, dass deren Membrane durchlässiger und die Zellen somit instabiler werden. Auch die Bildung und Ausbreitung von Metastasen wird gehemmt und Gene aktiviert, die für den Selbstmord der Krebszellen verantwortlich sind. Zusätzlich mindert Curcumin schädliche Nebenwirkungen bei einer Strahlen- oder Chemotherapie.

Nachweislich unterstützt Curcumin zur Verbeugung und die Heilung bei folgenden Krebsarten:

  • Brustkrebs
  • Darmkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Hautkrebs
  • Leukämie (insbesondere bei Kindern)
  • Lungenkrebs
  • Prostatakrebs
  • Lungenfibrose

In Tierversuchen stellte sich heraus, dass Curcumin Lungenverletzungen und Lungenfibrosen mildert, die durch Bestrahlungen, Chemotherapeutika und Giftstoffe verursacht wurden.

 

Quecksilbervergiftung

In einer Studie aus dem Jahr 2010 wurde erwiesen, dass Kurkuma die Ausleitung von Quecksilber unterstützt, indem es die Quecksilberkonzentration im Gewebe verringert.

 

Rheuma

Auch hier wirkt Curcumin entzündungshemmend und schützt die Zellen vor Beschädigungen. Bei einer Studie wurde nachgewiesen, dass die Einnahme von Curcumin Gekenkschwellungen und Morgensteifigkeit ebenso vermindern kann, wie gängige chemische Rheuma-Medikamente. Die Wirkung war bei der Patientengruppe, die Curcumin erhielt, sogar größer, während es keine Nebenwirkungen gab.[4]

 

Schlaganfall

Dank seiner antioxidativen Wirkung und dem ebenfalls enthaltenen Vitamin B6 verhindert Kurkuma die Oxidation von Cholesterin.

 

Übergewicht

Da die Wirkstoffe des Curcumins die Verdauung anregen unterstützen sie auch beim Abnehmen. Eine vermehrte Produktion von Magen- und Gallensaft beschleunigt die Verdauung - insbesondere von Fetten, wodurch diese weniger im Körper eingelagert werden. Zusätzlich senken Bitterstoffe in Kurkuma das Verlangen nach Süßem. Bei Studien mit Mäusen und Ratten zeigte sich zudem, dass der Blutzuckerspiegel verringert wird, wodurch ein geringeres Hungergefühl auftritt.

 

Verdauungsprobleme

Die Wirkstoffe der Wurzel regen Magenschleimhaut und Bauchspeicheldrüse dazu an, verstärkt Verdauungsenzyme zu produzieren und stimulieren die Bildung von Magen- und Gallensaft. Auf diese Weise wird die Verdauung - insbesondere von Fetten - unterstutzt und Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl vermindert.

 

Zahnfleischentzündung

Curcumin in der Zahnpasta unterstützt dank seiner entzündungshemmenden Wirkung nicht nur die Heilung von Zahnfleischentzündungen, sondern hellt auch die Zähne auf und mindert Zahnverfärbungen durch Kaffee, Tee, Rotwein, Nikotin und ähnliches.

 

Erfahrungswerte

Neben all den nachgewiesenen Wirkungsweisen gibt es auch Erfahrungswerte von Menschen, die Kurkuma regelmäßig zu sich nehmen und Besserung ihrer Leiden feststellten. Bei folgenden Symptomen wirkt Kurkuma lindernd:

  • Migräne

 

Vorbeugender Nutzen

Dank seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung nutzt der regelmäßige Verzehr von Kurkuma auch vorbeugend bei diversen Krankheitsbildern. Diese sind unter anderen:

  • Atemwegserkrankungen (z.B. allergisches Asthma)
  • Darmerkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Erkältungen / grippale Infekte
  • Lebererkrankungen
  • Zahn- und Zahnfleischpflege

Einnahme

Empfohlen wird die tägliche Einnahme von 3 bis 5 Gramm Kurkuma täglich, um die vielen heilhelfenden Wirkungen zu nutzen. Da der Wirkstoff Curcumin zum Teil ungenutzt ausgeschieden wird und Kurkuma in großen Mengen bitter schmeckt, empfehlen sich kleinere Dosen zu möglichst vielen Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten. Grundsätzlich ist dabei darauf zu achten, dass Kurkuma, gemahlen oder frisch, aus biologischer Herstellung verwendet wird. In Kombination mit schwarzem Pfeffer oder erhitzt mit Öl wird Curcumin in größeren Mengen vom Körper aufgenommen.

 

Zusätzlich gibt es Curcumin in verschiedenen Versionen als Nahrungsergänzungsmittel. Als begleitendes Mittel bei heilhelfenden Therapien können auch medizinische Präparate mit Curcumin verordnet werden.


Der Verzehr von Kurkuma und die Einnahme von Curcumin als Nahrungsergänzungsmittel kann vorbeugend wirken, heilend unterstützen und Symptome mindern, ersetzt jedoch niemals den Besuch bei einer Heilpraktikerin / einem Heilpraktiker oder einer Ärztin / einem Arzt.



Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ www.kurkuma-wurzel.info; Abschnitt: Eine gute Wirkung von Kurkuma bei Arthritis
  2. ↑ www.zentrum-der-gesundheit.de/kurkuma.html; Abschnitt: Was ist Kurkuma
  3. ↑ www.zentrum-der-gesundheit.de/gallensteine; Abschnitt: Kurkuma
  4. ↑ www.kurkuma-wurzel.info; Abschnitt: Rheuma-Beschwerden mit Curcuma und Curcumin lindern

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